Babysprechstunde

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Jede Schwangerschaft bringt gewisse Ängste und Befürchtungen mit sich. Wo auch immer sie her kommen, sie wollen auf alle Fälle beachtet und gesehen werden, so weiß ich. Sie näher zu betrachten und ihnen Raum zu geben lässt Heilung auf tieferen Ebenen zu, so weiß ich auch.

 

Warum aber dieses Mal sich gerade eine Plazenta – Angst bei mir meldete wusste ich bis vor ein paar Tagen noch nicht. Sie war auf einmal da, der Gedanke daran, was ist wenn sich die Plazenta nicht löst?

 

Ich bin dieser Frage nicht näher nachgegangen, wollte ich die Angst nicht noch mehr schüren. Doch ich habe sie Wegweiser sein lassen. Ich hab den Gedanken und meinen Gefühlen einfach Raum gegeben. Sie beachtet, aber ihnen auch nicht zu viel Bedeutung eingeräumt. Und so viel mir genau im richtigen Moment Robina Schenks Buch in die Hand, „Die Meisterin der Geburt“. Es liegt bei mir im Badezimmer und immer wenn ich Gelegenheit und Lust darauf habe, nehme ich es zur Hand und lass mich inspirieren von ihren wertvollen Impulsen. So auch dieses Mal, als ich eines der letzten Kapitel aufschlug in dem sie aufforderte: „Nimm mental zu deinem Körper Kontakt auf, frage einfach.“

 

Genau der richtige Impuls zur richtigen Zeit. Und so lauschte ich in meinen Körper und fragte meine Plazenta:

„Was will mir die Angst sagen?“

Und es tauchte die letzte Geburt auf, eine Szene der ich so kaum Beachtung geschenkt hatte, in all dem Trubel. Aufgrund der Verlegung unseres Sohnes von zu Hause ins Spital, hatte die Plazenta ihre Zeit nicht bekommen, in ihrem Tempo ihr Haus zu verlassen. Nein, sie musste schnell kommen, so dass ich gemeinsam mit unserem Sohn und ebenso schnell unsere Wohnung verlassen konnte. Eine stressvolle Erinnerung, die wohl mein Körper noch nicht vergessen hatte. Eine Erinnerung, die noch in meiner Gebärmutter lagerte und sich in dieser Angst bemerkbar machte.

 

Wow, dass war also der Schlüssel!!! Dass war der Ursprung dieser Angst. Ein erstes Puzzleteil also in meiner Heilarbeit mit meiner Plazenta – Erinnerung.

Ein weiter gehen und tiefer schauen, schien notwendig, so spürte ich. Als dass diese Plazenta frei sein darf von den alten Erinnerungen und ihrer Bestimmung folgen kann und dem neuen Leben und auch mir ganz frei dienen kann.

So nahm ich diese Geschichte mit in meine Bindungsanalyse – Stunde mit der Bitte genauer schauen zu wollen, tiefer einzutauchen in dieses Feld.

Und so zeigte sich mir, der Mutterkuchen meines Babys, der ihm so nah und so vertraut ist. In den es sich einkuscheln und der ihm nicht nur physisch versorgt, sondern vor allem auch Geborgenheit schenkt.

Die Plazenta, sie zeigte sich mir in Form einer Glockenblume, sich öffnend und schließend und hatte eine Botschaft:

 

„Ich sorge zuerst für mich.“

Ja, die Plazenta nahm und sie nimmt für sich. Etwas das mich im ersten Moment irritierte, ja fast empörte – „Hey und was ist mit meinem Baby?“ - schoss es mir kurz durch den Kopf! Doch bei genauerer Betrachtung, lag dieser Botschaft eine klare Weisheit zu Grunde, die ich so zuerst nicht sehen konnte. Ja, sie nimmt für sich und dem ist gut so, das ist wichtig so. Denn das sie für sich nimmt, ist unabdingbar. Nur wenn sie für sich nimmt und für sich sorgt, kann sie für mein Baby sorgen.

 

Aus dieser Erkenntnis wuchs auch ihre Kraft und sie wurde in meinem Bild immer größer, sie wuchs heran zur Sonnenblume. Und diese hatte eine weitere Botschaft:

 

„Ich gehe wenn das Baby geht!“.

Ja genau, eine Sonnblume weiß und spürt wenn die Zeit reif ist. Sie weiß um ihre Aufgabe und sie weiß um ihren Zeit.

Ja, so hat sie sich mir offenbart, eine Plazenta, so kraftvoll und stark wie eine Sonnenblume und gleichzeitig so zart und feinfühlig wie eine Glockenblume. Noch jetzt überkommt mich ganz ein warmes Gefühl wenn ich an sie denke. Welch wertvollen Dienst sie leistet und welch mütterliches Gefühl sie ausstrahlt.

 

Und auch wenn es noch ein Weilchen dauert oder vielleicht sogar noch etwas braucht um die alte Erinnerung ganz gehen zu lassen, so weiß ich doch darum, dass das Neue da ist. Dieses Vertrauen und diese Zuversicht, die Botschaften dieser Plazenta nehme ich nun mit in mein neues Bewusstsein. Lasse sie ankommen in meinem Körper. Ganz, so dass sich dieses Gefühl ausdehnen kann und mir und meinem Baby dienlich sein kann. Frei und offen für eine neue gute Erfahrung.

 

All meine Liebe♥ und Wertschätzung lasse ich zu ihr fließen und versorge sie so ebenfalls. Ein gemeinsames Wirken, ein gemeinsames Dienen, für etwas Größeres.

Eine wundervolle Geburtsreise, die wir gemeinsam gehen. Dann, wenn die Zeit gekommen ist.

 

 

Dieser Artikel ist vollständig erschienen in dem wunderschönen Journal - the birthjourney. Viele Themen rund um die Schwangerschaft und das Mama sein werden aus ganzheitlicher und spiritueller Sicht beleuchtet.

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